Was ist der Protektor?

Seit Jahrhunderten wählen die Mächte des Lichts den Protektor aus, Wächter des Guten und Streiter gegen die Finsternis. Sie wählten tapfere Helden und streitsame Maiden, brilliante Köpfe und blitzschnelle Denker. Bis heute. Heute haben sie nämlich dich gewählt! Und mannomann, wird ihnen das noch leid tun!

Bei Protektor schlüpft ihr in die Rolle des Protektors, seines Tiergefährten (Spiel eine Kuh! Einen Guppy! Einen Wellensittich! Einen Frosch!) oder einer seiner Begleiterinnen. Gemeinsam bildet ihr eine Monsterjägertruppe, wie sie niemals den Weg in eine ehrwürdige Sage oder auch nur ein Geschichtsbuch für Monsterjäger der ersten Vorschulklasse gefunden hätte. Denn bei Protektor geht es nicht darum, Helden zu spielen, sondern mehr oder weniger normale Leute, die da eher so aus Versehen reingeschlittert sind und bei denen ziemlich viel schief geht. Ihr rettet trotzdem die Welt – aber ihr seht dabei weniger aus wie Constantin oder Herkules, sondern wie Mr. Bean oder die Scooby Gang. Kurzum: Protektor ist ein lustiges Rollenspiel über verpeilte Monsterjäger, das viel Wert auf Klischees legt.

Das Spiel basiert auf meinem Roman Protektor – Monsterjäger mit Sockenschuss.

Der Hintergrund

Das Regelwerk geht davon aus, dass ihr in Deutschland spielt. Wenn ihr keine Deutschen seid, könnt ihr das Spiel aber problemlos in euer Land oder sogar eure Stadt verpflanzen und so mit euren lokalen Klischees und Szenerien spielen. Oder ihr spielt es in eurer Version von Deutschland, voller Leute mit Lederhosen und Bratwürsten in der Hand (also Lederhosen halten sie vermutlich nicht in der Hand – die Schweden sind die Nudisten unter den Europäern).

Das Übernatürliche ist real, tarnt sich vor den normalen Menschen aber. Ihr kennt das … das übliche Urban-Fantasy-Zeug eben, nur dass es beim Protektor knallhart auf die ungeschönte und urkomische Wirklichkeit trifft. Der Halbdämon, der sich eine Viererkarte für den Bus zieht; der Werwolf, der sich über unterschiedliche Sorten Flohpuder beraten lässt. Der Protektor, der am Baumarkt ungeduldig an der Kasse steht, um endlich mit Zaunlatten auf Vampirjagd gehen zu können.

Das System

Ich werfe euch hier mal ein paar Stichpunkte an den Kopf.

Protektor benutzt diverse W6 und zählt Erfolge. Nix Neues da also. Es ist darauf ausgelegt, schnell erlernbar und eingängig zu sein. Die Konfliktmechanismen sorgen dafür, dass soziale Situationen genauso wichtig und spannend sind wie Kämpfe. Die Prügelei Werwolf gegen Golem ist damit genauso abzubilden wie das Streitgespräch Hexer gegen Rentnerin an der Supermarktkasse. Die Spezialisierungen sorgen dafür, dass Charaktere Situationen auf eine witzige und zum Konzept passende Art angehen können, ohne zu versagen, nur weil sie die passende Fähigkeit grad nicht genommen haben. Oder sie versagen grandios und witzig, dann aber, weil der Spieler den Charakter so ausgelegt hat, dass er in Situationen wie diesen versagt.

Die ausgegebenen CHEATs (klassische Gummipunkte, mit denen sich die Charaktere z.B. mehr Würfel erarbeiten können) sind nicht einfach weg, sondern werden in einem Gruppenpool gesammelt, aus dem die Gruppe dann Gruppenaktionen aktivieren kann.

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